Together We Rise: Immigrants in America
Ausstellungseröffnung | Donnerstag, 22.10.2026 | 19:00 Uhr
Ausstellungseröffnung | Donnerstag, 22.10.2026 | 19:00 Uhr
Je tiefer der kalifornische Fotograf Mark Tuschman in seine Arbeit eintauchte, desto klarer wurde ihm, wie sehr die USA von Einwanderern getragen werden – in der Landwirtschaft ebenso wie in Technologie, Forschung und Gesundheit. „United we stand, divided we fall“. Drei Jahre lang reiste Tuschman quer durch das Land und porträtierte Menschen aus aller Welt: Erntehelfer:innen auf kalifornischen Farmen, Ärzt:innen, Pflegekräfte, Ingenieur:innen, Lehrer:innen, Führungskräfte – und den Mut, noch einmal von vorn zu beginnen. Jedes Bild kommt mit einer Geschichte, jede Geschichte mit einem Namen, einem Gesicht, einer Herkunft. Entstanden ist kein Denkmal und keine Statistik, sondern ein Blick auf das Einwanderungsland Amerika, der ohne Pathos auskommt und gerade deshalb trifft.
Mit einer Einführung von PD Dr. Heike Raphael-Hernandez, Universität Würzburg.
Die Ausstellung ist zu sehen bis 31. Januar 2027.
Als international agierender Fotograf engagiert Mark Tuschman sich für Themen der globalen Gesundheit und Entwicklung. Er arbeitete mit zahlreichen NGOs zusammen, darunter The Global Fund for Women, Planned Parenthood, WomensTrust und UNFPA, um die wichtige Arbeit dieser Organisationen zu dokumentieren und bekannt zu machen. Darüber hinaus erstellte er umfangreiche Fotodokumentationen zu Programmen im Bereich der sozialen Unternehmensverantwortung. Im Jahr 2018 startete Mark sein Projekt „Together We Rise: Immigrants in America“, das 2022 als Bildband erschien und nun in einer Ausstellung in Freiburg bis Ende Januar 2027 zu sehen ist.
Im Laufe der Jahre wurde es Mark immer mehr ein Anliegen, seine Fotografie zu nutzen, um auf sozialbewusstere Weise zu kommunizieren – um den Menschen sowohl das Ausmaß des menschlichen Leids in der heutigen Welt vor Augen zu führen als auch den Mut und die Standhaftigkeit, die viele an den Tag legen, um dieses Leid zu überwinden. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.
Heike Raphael-Hernandez ist außerordentliche Professorin für Amerikanistik an der Universität Würzburg und außerordentliche Professorin für Anglistik am University of Maryland Global Campus.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Diasporas des Globalen Südens, Migration und visuelle Kultur sowie Black-Atlantic-Studien. Ihr Buch "Fear, Desire, and the Stranger Next Door: Global South Immigration in American Film" erscheint in Kürze bei der University of Washington Press. Außerdem ist sie Bandherausgeberin des Themas „Globalities and Diasporas“ für die in Vorbereitung befindliche "Bloomsbury Encyclopedia of Visual Culture" (2027).
Sie war u.a. Gastprofessorin am Institut für Afroamerikanistik und Afrikanische Diaspora-Studien der University of California, Berkeley und außerdem Gastwissenschaftlerin an der Stanford University sowie an der Harvard University.
Zusammen mit zwei Kolleginnen, Cheryl Finley (Cornell University) und Leigh Raiford (UC Berkeley), erhielt sie für den Zeitraum 2015–2017 ein Forschungsstipendium des American Council of Learned Societies für ihr gemeinsames Forschungsprojekt “Visualizing Travel, Gendering the African Diaspora.”
frei
Englisch & Deutsch
Carl-Schurz-Haus, Eisenbahnstr. 62, 79098 Freiburg
Donnerstag, 22.10.2026 | 19:00 – 21:00 Uhr
Veranstalter: Carl-Schurz-Haus
Copyright: Titelbild: Mark Tuschman | Porträts: PD Dr. Heike Raphael-Hernandez privat & Mark Tuschman