Nennen wir es böse
Buchvorstellung & Gespräch | Mittwoch, 7.10.2026 | 19:00 Uhr
Buchvorstellung & Gespräch | Mittwoch, 7.10.2026 | 19:00 Uhr
Nicht selten scheint die schärfste Waffe gegen die grassierende Skrupellosigkeit unserer Zeit: ein einziges, unverblümtes Wort. Meisterdenkerin Susan Neiman – einst gefeierte Philosophin in Yale und Tel Aviv und bis 2026 Leiterin des Einstein Forums – hat lange genug zugesehen, wie sich Machtmissbrauch und Geldgier bloß als Resultate „schwieriger Zeiten“ tarnen. In ihrem bahnbrechenden Buch über den Moralbegriff der Trump-Ära, „Nennen wir es böse“, räumt sie in bekannter Deutlichkeit auf: Denn wer politisches Fehlverhalten nicht benennt, macht sich an seiner Normalisierung mitschuldig. Mit dem kühlen Kopf der Kant-Schülerin und dem Furor einer, die genug hat, seziert Neiman, wie Demokratien verlernt haben, sich über das offenkundig Böse in der Gesellschaft zu empören – und so erst recht sturmreif für den Radikalismus geworden sind.
Susan Neiman, 1955 in Atlanta, Georgia, geboren, war Professorin für Philosophie an den Universitäten Yale und Tel Aviv, bevor sie im Jahr 2000 die Leitung des Einstein Forums in Potsdam übernahm. Bei Hanser Berlin erschienen von ihr zuletzt "Warum erwachsen werden?" (2015), "Von den Deutschen lernen" (2020) und "Links ist nicht woke" (2023). Sie lebt in Berlin.
11 € | 9 € (CSH-Mitglieder) | frei (Studierende)
Deutsch
KG I der Universität Freiburg | Hörsaal 1199, Platz der Universität 3, 79098 Freiburg
Mittwoch, 7.10.2026 | 19:00 – 20:30 Uhr
Veranstalter: Carl-Schurz-Haus | In Kooperation mit dem Englischen Seminar der Universität Freiburg, Freiburg-Madison-Gesellschaft & Landeszentrale für politische Bildung
Copyright: Bettina Volke