Buchvorstellung & Gespräch mit Michael Butter, Universität Tübingen | Im Rahmen der Reihen "Zwischen/Zeiten: 250 Jahre USA" & "Freiburger Horizonte"

Spätestens seit der Coronapandemie sind Verschwörungstheorien ein Signum unserer Zeit. Je komplexer unsere Welt wird, desto mehr Menschen scheinen für ihre erklärenden Sinnangebote empfänglich. Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat ein ganzes soziales Netzwerk in eine Schleuder für konspirationistische Erzählungen verwandelt. Donald Trump, der mächtigste Mensch der Welt, amtiert als conspiracy theorist in chief im Weißen Haus.

Michael Butter, Bestsellerautor und einer der renommiertesten Experten für das Thema, präsentiert die Ergebnisse seiner jahrelangen Forschung. So groß die Gefahr auch ist: Eine freie und demokratische Gesellschaft darf sich nicht von der Angst vor Verschwörungstheorien beherrschen lassen und in Alarmismus verfallen. Wie Populismus sind auch sie eine Reaktion auf eine empfundene oder befürchtete Exklusion. Wer sie bekämpfen will, sollte andere nicht einfach als Schwurbler oder Leichtgläubige hinstellen. Vielmehr gilt es, die gesellschaftlichen Ursachen zu bekämpfen. Inklusion und Teilhabe, so Butter, stellen den wirksamsten Schutz gegen Hetze und Unwahrheiten dar.

Moderation: Dr. Arndt Michael, ass. jur., Leiter Colloquium politicum, Universität Freiburg

Michael Butter

Michael Butter, geboren 1977, ist Professor für Amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er leitet das von der EU finanzierte Forschungsprojekt Populism and Conspiracy Theory. 2021 wurde er mit dem Tübinger Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet.

frei

Deutsch

KG I der Universität Freiburg | Hörsaal 1098, Platz der Universität 3, 79098 Freiburg

Mittwoch, 13.5.2026 | 19:00 – 20:30 Uhr

Veranstalter: Carl-Schurz-Haus | In Kooperation mit FRIAS - Freiburg Institute for Advanced Studies