Buchvorstellung & Gespräch mit Philipp Gassert, Universität Mannheim | Im Rahmen der Reihe "Zwischen/Zeiten: 250 Jahre USA"

Vom strahlenden „Empire of Liberty“ zur unberechenbaren Großmacht im permanenten Krisenmodus: Die Geschichte der USA ist eine Chronik der Extreme. Während das Land einstmals der Welt das süße Versprechen der Freiheit und später auch das des ungezügelten Massenkonsums schenkte, mutete es ihr gleichzeitig die Härte imperialer Dominanz und ökologischer Ausbeutung in globaler Dimension zu. Inmitten des 250. Jubiläumsjahres 2026 stellt sich die Frage: Hat sich das lange „amerikanische Jahrhundert“ endgültig ausgezehrt? Der angesehene Mannheimer Historiker Philipp Gassert zieht in seinem Sachbuch „Die bipolare Nation“ eine ebenso erhellende wie ernüchternde Bilanz einer Supermacht am Scheideweg. Er zeigt auf, dass die tiefen Gräben der Ära Trump keine Unfälle der Geschichte sind, sondern ihre Wurzeln bereits in den Widersprüchen der Gründung von 1776 liegen. Zwischen globalem Gestaltungsanspruch und isolationistischem Rückzug seziert Gassert das Erbe einer Nation, die für die Weltordnung zugleich Anker und chaotischer Faktor ist. Er spricht mit uns über die Paradoxien Amerikas, dessen innere Zerrissenheit heute die globale Sicherheit erschüttert.

Philipp Gassert

Philipp Gassert, geboren 1965, ist seit 2014 Inhaber des Lehr­stuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Er hat zuvor am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., an der Universität Heidelberg, der LMU München, der University of Pennsylvania und der Universität Augsburg geforscht und gelehrt. Gastprofessuren in Haifa und Wien. 2022/23 war er Senior Fellow des Historischen Kollegs in München. Philipp Gassert forscht im Bereich der deutschen und europäischen Zeitgeschichte sowie der trans­atlanti­schen Geschichte und der US-Außen­politik des 20. und 21. Jahrhunderts. Gassert schreibt neben seinen wissenschaftlichen Werken auch häufig für ZEIT und FAZ, ist regelmäßig im Hörfunk zu Gast (SWR) und gelegentlich im TV (Phönix, ARD).

9 € | 6 € (CSH-Mitglieder)

Deutsch

KG I der Universität Freiburg | Hörsaal 1199, Platz der Universität 3, 79098 Freiburg

Dienstag, 28.4.2026 | 19:00 – 20:30 Uhr

Veranstalter: Carl-Schurz-Haus | In Kooperation mit Colloquium politicum & Landeszentrale für politische Bildung

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